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2. Wir fordern ein Gesamtkonzept zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen, in dem Prävention von Gewalt eine tragende Rolle zukommt.

FHK Wahlforderung

Für die Umsetzung der Istanbul-Konvention muss ein umfassendes Gesamtkonzept zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen erstellt und gemeinsam mit Ländern und Kommunen umgesetzt werden. Im Zuge dessen ist der Gewaltschutz für Frauen mit Behinderungen, wohnungslose Frauen sowie für geflüchtete Frauen besonders zu beachten. Denn obwohl diese vulnerablen Gruppen nachweislich besonders gefährdet sind, Opfer von Gewalt zu werden, ist der Zugang zu Unterstützung für diese hürdenreich und der Mangel an bedarfsgerechten Angeboten besonders ausgeprägt.

Wesentliches Element muss im Gesamtkonzept die Partizipation der Betroffenen sein.

Ein hoher Stellenwert muss in dem Gesamtkonzept der Prävention geschlechtsbezogener Gewalt zukommen. Ziel muss sein, Geschlechterstereotype und Machtasymmetrien zwischen den Geschlechtern zu beseitigen, da diese einen Nährboden für geschlechtsspezifische Gewalt bilden.  Stattdessen ist die Gleichstellung der Geschlechter zu befördern. Geeignete Präventionsmaßnahmen sind u.a. Fortbildungen für beteiligte Berufsgruppen, Präventionsveranstaltungen in Schulen, eine zielgruppenbezogene Öffentlichkeitsarbeit sowie Kampagnen und die Täterarbeit.

Die Organisationen der Zivilgesellschaft, darunter Frauenhauskoordinierung, brauchen eine ausreichende Finanzierung, um notwendige Unterstützungsmaßnahmen zu initiieren und zu begleiten.